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Rotweinland Württemberg – Die Region des Trollingers

Schon seit es den Weinbau dort gibt, gilt Württemberg als Rotweinland. Die beliebteste Rebsorte der „Vierteles-Schlotzer“, wie sich die Weingenießer im „Ländle“ nennen, ist der heimische Trollinger. Aus dieser Traube kann man vorwiegend unkomplizierte, blaßrote Weine produzieren, die hervorragend zu den gemütlichen Zechabenden in der örtlichen Besenwirtschaft passen. Insgesamt beträgt die Anbaufläche in Württemberg ungefähr 11200 Hektar. Wie auch in Baden, liefern fast drei viertel der Winzer ihre Trauben an die örtlichen Genossenschaften. Diese Betriebsform ist im Südwesten Deutschlands vorherrschend. Wider erwarten ist im Rotweinland ein Weißwein die meistangebaute Rebsorte. Mit knapp 25%  dominiert die Rieslingrebe vor den roten Sorten Trollinger (23%), Pinot meunier (16%) und Lemberger (9%) den Weinmarkt in dieser Gegend. Allerdings sagen viele Weinkenner, dass der württembergische Lemberger über das größte Potenzial verfügt.Wappen_Württemberg_1933

Rotwein in Württemberg

Grundsätzlich finden alle Weinreben beste Voraussetzungen in den Böden Württembergs. Muschelkalk aus dem Jura-Zeitalter, Keuper und Mergel sind die vorherrschenden Bestandteile der fruchtbaren Böden. Rotweine werden dabei hauptsächlich im württembergischen Unterland rund um Heilbronn, Weinberg und Neckarsulm gepflanzt. Für die herausragenden Spitzenweine der Region reifen Lemberger-Trauben beidseitig des Neckars zwischen Ludwigsburg und Bad Friedrichshall. Die besondere Fülle und das Aroma geben die Winzer ihren Weinen mit, indem sie ihre Rotweine teilweise in Barrique-Fässern lagern. Bei den württembergischen Spitzenwinzern findet man neben den sortenreinen Weinen auch hervorragende Cuvées aus Lemberger, Pinot noir und Clevner (Frühburgunder). Aber die große Masse der Winzer setzen in der Region auf die Trollingerrebe, da diese mit Abstand die größten Erträge einfährt. Bis zu 150 Hektoliter lassen sich aus einem Hektar Trollinger produzieren. Ein weiteres Argument für den klassischen Trollinger ist aus Sicht eines Winzers der große Absatzmarkt vor Ort, da sich solche Weine jederzeit problemlos regional verkaufen lassen. Neben diesen bekannten Rotweinen wachsen hier aber auch zwei Spezialitäten mit denen sich nur die wenigsten Weinbauern beschäftigen. Weder der Samtrot noch der Muskattrollinger fallen in der Anbaustatistik ins Gewicht, gehören aber zu den geheimen Schätzen Württembergs.Diese Raritäten sollte sich jeder einmal selbst auf der Zunge vergehen lassen. Der samt-zarte Samtrot und der würzig-elegante, ausgewogene Muskattrollinger sind jedem Weinkenner ein Begriff.

Weißwein in Württemberg

Für den Anbau von Weißweinen ist eher die Landeshauptstadt Stuttgart und ihre Umgebung geeignet. Allen voran gedeihen hier die Rebsorten Riesling und Kerner. Auch entlang der Neckarnebenflüsse Kocher und Jagst sind gute Bedingungen für den Anbau weißer Reben gegeben. Nach dem Taubertal, in dem schmackhafte Silvaner und Müller-Thurgau wachsen, nimmt der Anbau von Wein nach Süden hin immer weiter ab. Nur noch vereinzelt finden man in Bodenseenähe oder bei Reutlingen und Tübingen Weinberge.

Wichtigste Rebsorten:

Rotweine: Blauer Trollinger, Pinot meunier, Lemberger, Pinot noir

Weißweine: Riesling, Kerner, Müller-Thurgau

Tempranillo – Die feurige Rebsorte des spanischen Rotweins

 

Tempranillo spanische Rebsorte
Tempranillo Trauben

Die Rebsorte Tempranillo ist die bedeutendste Spaniens. Zwar belegt sie mit rund 75.000 Hektar nur den 5. Rang im Hinblick auf die spanische Anbaufläche, jedoch werden aus ihr die hochwertigsten Weine des Landes produziert. Namen wie Pingus, Vega Sicilia, Pesquera und Amaren lassen die Herzen der Weintrinker höher schlagen.

Der Name Tempranillo (kleine Frühe) leitet sich von ihren Eigenschaften ab, die Beeren sind klein und etwas früher reif. Der Name variiert von Anbaugebiet zu Anbaugebiet: Tinto Fino, Tinto de Toro, Cencibel und in Portugal Tinta Roriz sind nur die wichtigsten Bezeichnungen.

In der Rioja werden die Weinberge von Tempranillo dominiert. Rund 50.000 Hektar sind damit bestockt. Die Gesamtrebfläche der Rioja beträgt momentan rund 61.000 Hektar, was uns den Stellenwert der Rebsorte verdeutlicht. Ganz traditionell wird die Rebsorte hier auch oft noch mit anderen Sorten vermählt, wie z.B. Garnacha. Aber generell dominiert die Rebsorte die Cuvées der Weine mit 70 Prozent Anteil und mehr.

Reinsortige Tempranillo Weine aus der Rioja sind häufig von Brombeer-, Erdbeer-, Pflaumen- und Heidelbeeraromen geprägt. Wenn Holz im Spiel war wird dies oft noch durch Gewürznelken, Rauchfleisch, Zimt, Tabak und Kakao ergänzt. Am Gaumen zeichnet die Tempranillo Weine  eine milde Säure und weiche Gerbstoffe aus.

Bio Wein bestellen oder Weine aus biologischem Anbau kaufen

BioWein
Bio Wein

Links, rechts, vorne, hinten, überall Bio!

Bio-Produkte haben Konjunktur. Gerade in Deutschland kommt man selbst in Discountern nicht an einem großen Angebot an Produkten aus ökologischer Landwirtschaft vorbei.

Dieser Umstand verwundert auch nicht, da Deutschland mit Abstand das Land mit der größten Nachfrage an „Bio-Produkten“ ist. Mit rund 10 Prozent des Weltumsatzes nimmt es eine Spitzenposition ein. Der Import an Bio-Lebensmittel hat sich in den letzten 3 Jahren mehr als verdreifacht und wächst weiterhin.

Für diese „Bio-Produkte“ gibt es viele Namen: Ökologische Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft, Ökolandbau oder biologisch-dynamischer Anbau. Beim Bio Wein sieht es etwas differenzierter aus. Hier heißt es: Weine aus Trauben aus ökologischem Anbau?

Wieso bezieht sich diese Definition nur auf den Anbau der Trauben ? Ganz einfach da es nur in einigen Verbänden auch klare Vorschriften für den Ausbau der Weine gibt.

Die EU-Verordnung definiert Bio nur mit folgenden Richtlinien: Verzicht auf chemisch, synthetische Spritzmittel, auf Unkrautvernichtungsmittel und Einsatz von organischem Dünger.

Natürlich ist man nicht sofort „Bio“, sondern es gibt auch eine sogenannte „Umstellungszeit“. Nachdem sich ein Betrieb 3 Jahre an die obigen Richtlinien gehalten hat darf er sich als „Bio-Betrieb“ bezeichnen, nach einem Jahr darf er nur auf „in Umstellung“ verweisen.

Doch was ist das EU-Biosiegel wirklich wert? Zahlreiche Skandale haben das Vertrauen in dieses Siegel bei aufgeklärten Verbrauchern ins Wanken gebracht. Aus Italien wurden z.B. letztes Jahr rund 700.000 Tonnen aus konventionellem Anbau als „Bio-Produkte“ auf den Markt gebracht.

Ich persönlich vertraue eher auf nationale oder internationale Verbände, welche gerade beim Bio Wein auch den Ausbau reglementieren. In Deutschland sind EcoVin, Demeter, Bioland und Naturland meine Favoriten, wobei Demeter auch nahezu perfekt international organisiert ist.

Demeter ist für mich auch mit Abstand der vertrauenswürdigste Verband. Hier wird nach der anthroposophischen Lehre zertifiziert und streng kontrolliert. Dies geht zurück auf die Lehre von Rudolf Steiner (1861 – 1925). Hier spielt neben der Dynamisierung des Bodens auch die Verbindung zwischen Erde und Kosmos eine Rolle.

„Bio-Weine“ hatten in der Vergangenheit ein schlechtes Image, dies hat sich in den letzten Jahren aber zu Recht geändert. Heute arbeiten viele Betriebe nach diesen Richtlinien, ohne sich kontrollieren zu lassen, bzw. ohne sich einem Verband anzuschließen. Einige der teuersten Weine der Welt werden nach diesen Grundregeln produziert. Eines der populärsten Weingüter ist die Domaine Romanée-Conti.

Sind Bioweine jetzt wirklich besser als Weine aus konventionellem Anbau? Dies muss jeder für sich entscheiden, aber für die Umwelt sind sie sicherlich besser. Sie möchten gerne Bio Wein bestellen ? Am Besten im Internet beim Weinversand Ihres Vertrauens. Dann wählen Sie am Besten einen Weinversender, der ebenfalls Bio zertifiziert ist. genuss7.de ist ein Bio zertifizierter Weinhandel, der außerdem sehr schnell liefert. Mehr braucht man nicht um schnell ein paar Weine ausprobieren zu können.

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