Ostern steht vor der Tür – Schon an alle Geschenke gedacht?

2014
04.14

Noch eine Woche bis Ostern! Haben Sie schon an alle Lieben und Verwandten gedacht? Mit einer Kleinigkeit zum Auferstehungsfest können Sie jedem eine Freude machen.

Also  mir geht es so, dass jetzt eigentlich überhaupt erst das Überlegen los geht. Was könnte ich schenken? Wem möchte ich überhaupt etwas schenken? Aber was, wenn gar keine Zeit mehr ist, irgendwelche Besorgungen zu erledigen? Die Woche ist kurz, die To-Do-Liste lang und keine freie Minute in Sicht.  

Ostern Wein OstergeschenkAls Geschenk hat sich die klassische Flasche Wein schon immer bewährt, und diese lässt sich auch hervorragend verstecken, wenn die Großen auch mal wieder klein werden wollen. Suchen macht uns doch allen Spaß. Und für das Zeitproblem ist auch schnell eine Lösung gefunden: Wein im WWW. Wenn Sie Ihre Präsente online bestellen, dann können sie schon direkt am nächsten Tag bei Ihnen vor der Haustüre stehen, ohne dass Sie großartig Zeit darauf verwenden müssen. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Ein hervorragendes Ostergeschenk ist gefunden, und Sie haben alle Zeit der Welt für andere Erledigungen.

Außerdem: Haben Sie schon den richtigen Wein für das Festessen?

Hier ein paar Beispiele für hervorragende Weine zu Ostern, als Geschenk oder zum Essen, preiswert und gut. Wenn Sie werktags noch bis 16 Uhr bestellen, dann erhalten Sie Ihren Wein am darauffolgenden Tag.

Das absolute Osterschnäppchen: Ein bulgarischer Rotwein vom Weingut Enira. Passt hervorragend zu Rindersteak, Gulasch oder Lamm. Im 6er Pack als Geschenk bestens geeignet.

Ein 2012er Bodegas Pedro Luis Martinez Alceno Premium Syrah DO 50 Barricas im Angebot mit 92 Punkten.

Oder wie wäre es mit einem 2011er Castello di Gabbiano Solatio IGT mit 91 Punkten. Ebenfalls im Angebot. Lecker zu Lamm oder Rind.

Ebenfalls ein sehr guter Tropfen mit 90 Punkten: 2010er Constantia Glen Three.

 

 

 

Exkurs: Kork – Ein unglaublicher Rohstoff!

2014
03.24

Kork ist tatsächlich ein unglaubliches Naturprodukt, was vielen so überhaupt nicht bewusst ist. Aber wir müssen uns nur umschauen. Viele alltägliche Dinge wurden aus Kork gefertigt. Schon die Menschen in der Antike verstanden sich auf die Gewinnung der Korkrinde und fertigten daraus beispielsweise Sandalen. Heutzutage findet man diesen Werkstoff auch oft zur Dämmung oder Dichtung, als Tapete oder Bodenbelag, als Rettungsring oder Boje, als Bienenkorb oder Pinnwand. Und natürlich, immerhin ist das hier ja ein Weinblog, war der klassische Weinkorken noch bis vor einigen Jahrzehnten konkurrenzlos auf dem Markt der Flaschenverschlüsse.

Ob in römischen Sandalen, oder dem amerikanischen Space Shuttel – Kork ist vielseitig einsetzbar!

Eigenschaften von Kork:

Kork, Bodenbelag

Korkboden mit mehreren Schichten zu Dämmung, Isolierung und Schallschutz

Wie die Verwendungsmöglichkeiten sind logischerweise auch die Eigenschaften des Korkes sehr umfangreich. Was schon die Römer zu schätzen wussten, war die Elastizität des Stoffes, obwohl er so fest ist. Deshalb sind Korksandalen um einiges angenehmer und anschmiegsamer als Holzschuhe. Die Wachse und Harze im Material geben ihm auch einen wasserabweisenden Charakter. Der Baum der Korkeiche ist in den sehr trockenen, mediterranen Gebieten vor allem auf den Schutz vor Hitze, Austrocknung, Waldbränden und Schädlingen angewiesen. All diese Eigenschaften bringt die sehr dicke, speziell strukturierte Rinde mit sich, was sie natürlich für Hitzedämmung nur so prädestiniert. Kork ist wärme-, kälte- und schallisolierend, leicht, schwimmfähig, schwer entflammbar und fast unverrottbar. Alles gute Eigenschaften für Dichtung und Dämmung.

Bezogen auf den Flaschenkorken sind natürlich hauptsächlich drei Merkmale entscheidend. Einerseits ist es sehr wichtig, dass sie elastisch sind, damit sie sich von innen so an den Flaschenhals schmiegen, dass dieser abgedichtet ist. Zusätzlich sollte der Wein natürlich nicht aufgesaugt werden wie durch einen Schwamm. Und die dritte Eigenschaft, die noch gegen so gut wie alle Verschlussalternativen ein großes Plus darstellt, ist die Atmungsfähigkeit. Damit der Wein auch in der Flasche weiter richtig reift, ist es unbedingt nötig, dass ein minimaler Luftaustausch zwischen der Flasche und der Umgebung stattfindet. Der „atmende“ Kork ermöglicht das.

Korkeiche Portugal

Korkeichen in Portugal

Herstellung/Gewinnung von Kork:

Dieser Rohstoff wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Diese kommt hauptsächlich in Spanien und Portugal vor, vereinzelt auch in anderen mediterranen Regionen. Diese Bäume erreichen eine Höhe von 10 – 12 Metern, eine Stammdicke von bis zu einem Meter und überleben durchschnittlich drei Jahrhunderte.

Im Alter von mindestens 25 Jahren kann die erste Ernte an einer jungen Korkeiche stattfinden. Bei dieser Schälung wird ein Drittel der Rinde vom Baum entfernt. Dabei muss auf viel geachtet werden. Wenn zu wenig Rinde am Stamm bleibt, ist die Gefahr der Austrocknung sehr hoch. Außerdem ist es wichtig, dass die korkbildende Kambiumschicht direkt unter der Rinde nicht verletzt wird. Daher geschieht die Schälung der Eichen nur per Hand in Schwerstarbeit. Für hochwertigen Kork darf der Baum nur in Abständen von 9-12 Jahren geerntet werden. So kann er in seinen 150 produktiven Jahren bis zu 16 mal seine kostbare Rinde abgeben. Allerdings ist die Nachfrage nach diesem wertvollen Rohstoff sehr hoch. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Korkbauern diese Zeiten nicht einhalten, um ihre Gewinne zu erhöhen. Das Ergebnis sind minderwertigere Korken und auch der bekannte Korkbefall, der Ursache für Weinfehler sein kann, entsteht durch zu frühes Abernten. Wenn die Rinde nämlich noch zu feucht ist, dann enthält sie Pilze, die bei der späteren Behandlung zum gefürchteten TCA reagieren, und jeden guten Tropfen ungenießbar machen können.

Nach Qualitäten sortiert wird die Rinde getrocknet und gelagert. Nach dem anschließenden Wasserbad wird sie zu flachen Platten gepresst, die dann weiterverarbeitet werden können. Der Hauptgewinn kann für jeden Produzenten durch die Flaschenkorken erzielt werden. Mit einem Preis von bis zu 1,30€ für einen hochwertigen Korken ist der Reingewinn unwahrscheinlich groß. Daher werden die jährlich 25 Milliarden Flaschenkorken zuerst produziert. Die restlichen drei Viertel des Materials bleiben als Verschnitt übrig. Gemahlen und mit Bindemitteln versetzt entstehen aus ihnen all die anderen schönen Dinge, die man aus Kork herstellen kann.

 

Castello di Bossi – Weine aus dem Chianti Classico

2014
02.25

Das Weingut Castello di Bossi liegt in der Gemeinde Castelnuovo Berardenga. Das italienische Chianti Classico Anbaugebiet liegt in der Toskana und in dessen südlicher Hälfte liegt das Weingut Castello di Bossi. Zum Anwesen gehören 60 Hektar Land, wovon 124 Hektar mit Weinreben bestockt sind. Bereits vor über 40 Jahren begann Castello di Bossi damit, neben Sangiovese auch Merlot und Cabernet Sauvignon anzubauen. Damit zählt es zu den Pionieren der Region, was den Anbau dieser beiden Sorten angeht. Im südlichen Teil des Chianti Classico bestehen die Böden überwiegend aus Tuff, gelber Tonerde, Kalksand und Bruchstein. Die Weinberge des Castello di Bossi sind nach Südost bis West ausgerichtet. Im Schnitt liegen sie ca. 350 Meter über dem Meeresspiegel. Das Castello di Bossi liegt im Herzen des riesigen, idyllischen Anwesens romantisch eingebettet. Es wurde ursprünglich um 1099 als Turm erbaut und um 1450 zu einer vierseitigen Festung erweitert, die es auch heute noch das Landschaftsbild ergänzt. Im Jahr 2010 erfüllte man sich auf den Bacci Weingütern einen lange gehegten Traum. Ein für diese Branche ungewöhnliches Produkt wurde dem Portfolio hinzu gefügt: Nachhaltige, umweltfreundliche Sonnenenergie. Ein riesiges Photovoltaikfeld entstand auf 50.000 Quadratmetern. Das geschah nicht aus Wirtschaftlichkeit, sondern in aller erster Linie aus Respekt vor der Natur und besonders der Sonne, der man sich als Weinbaubetrieb besonders verbunden fühlt. Das überzeugte Credo des Castello di Bossi lautet: „Zero Emission“. Damit die Anlage nicht überwuchert wird, wurden 20 Schafe angeschafft, die das Gelände abweiden. Schöner Nebeneffekt der klimafreundlichen Selbstversorgung mit Energie: Nur 5 Prozent der gewonnenen Energie wird für die Weingüter benötigt. Der Rest geht ins Netz und kann ca. 80 % der Gemeinde Castelnuovo Berardenga guten Gewissens mit Licht versorgen. Bereits innerhalb der ersten acht Betriebsmonate erreichte die Anlage die magische Marke von 1.000.000 Kilowattstunden.Casteelo di Bossi

Einer meiner absoluten Lieblingsweine vom Weingut Castello di Bossi ist der 2008er Castello di Bossi Berardo Chianti Classico Riserva DOCG. Er besteht nur aus Sangiovese. Mit viel Liebe, viel Arbeit und 18 Monaten im Eichenfass entsteht ein voller, kräftiger Wein mit schöner Holznote. Dieser Wein hat 92 Punkte von Robert Parker, 92 Punkte vom Falstaff und 92 Punkte von James Suckling erhalten. Die Großen pflichten mir also bei, wenn ich diesen Wein für absolut empfehlenswert halte. Zusätzlich wurde der gute Tropfen noch mit dem Großen Gold bei Mundus Vini 2013 für den bester Chianti bzw. italienischen Rotwein ausgezeichnet.