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Cremant, das prickelnde Erlebnis

Cremant gegen Champagner

Cremant gegen ChampagnerDer Champagner gilt als der edelste Tropfen unter den Schaumweinen, was sich natürlich auch im Preis niederschlägt. Daher wird er besonders gerne zu besonderen Anlässen gereicht, wenn es etwas Besonderes sein soll. Doch es muss nicht immer der teuerste Tropfen sein. Genauso gut können Sie es mal mit einem Cremantversuchen. Worin die genauen Unterschiede liegen und was die beiden Schaumweine dann doch gemeinsam haben, erfahren sie im nachstehenden Bericht.

Der Champagner

Hierbei handelt es sich um einen Schaumwein, welcher einzig und alleine in dem Weinbaugebiet Champagne in Frankreich gelesen werden darf. Nur Trauben, die aus dieser Region kommen und zu einem Schaumwein verarbeitet werden erlauben es, dass er sich seinen Namen verdient. Dieser Name ist sogar markenrechtlich geschützt und darf anderweitig nicht verwendet werden. Alle anderen in Deutschland hergestellten Schaumweine fallen unter die Kategorie „Sekt“.

In Spanien wird der Schaumwein als Cava bezeichnet und in Frankreich und Luxemburg als Vin Mousseux oder Cremant-Schaumwein. In Italien ist es der Spumante. Die genaue Definition der Region Champagne wurde 1927 festgelegt und verteilt sich auf einer Fläche von etwa 33.500 Hektar. Um ihn zu keltern, sollten nur drei Trauben verwendet werden. Hierzu gehören Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay. Weniger verbreitet aber dennoch erlaubt sind die Sorten Arbane, Petit Meslier, Pinot Gris und Pinot Blanc.

Der edle Tropfen kann sowohl sortenrein als auch als Mischung gekeltert werden. Insgesamt werden Anbau und Herstellung streng kontrolliert. Dies bezieht sich auch auf die Anbaudichte und die Lese. Auch die Menge des Traubengehalts ist vorgegeben. Die erste Pressung bringt den Cuvée hervor, der die beste Qualität aufweist. Nachfolgende Pressungen werden als Premiére und Deuxième Taille bezeichnet. Zudem werden für eine Flasche Grundweine aus mehreren Jahrgängen miteinander vermischt.

Ältere Champagner

Ältere Jahrgänge werden als Reserveweine bezeichnet. Sie kennzeichnen den charakteristischen Geschmack und sind zu etwa 30 % in einer Flasche enthalten. Der Rest sind aktuelle Lesen. Der Tropfen gärt in der Flasche. Ihm werden Rohr- oder Rübenzucker sowie Hefe zugefügt, um die Gärung zu starten. Verschlossen werden die Flaschen mit einem Kronkorken samt Plastikkapsel, die den Bodensatz abfängt. Diese Gärung findet meist in der Zeit von März bis Mai statt und überdauert einen Zeitraum von etwa drei Wochen. Hierdurch gewinnt er 1,2 Volumenprozent hinzu. Ist die Gärung beendet, kann eine jahrelange Lagerung erfolgen. Seine Aromen erhält er nun durch die abgestorbene Hefe. Weiter bildet sich hierdurch die feine Kohlensäure. Handelt es sich um einen Jahrgangs-Champagner, so muss dieser mindestens drei Jahre reifen.

Ein Jahrgangsloser Schamwein reift mindestens 15 Monate. Bevor er dann verzehrt werden kann, muss die Hefe mittels Rütteltechnik entfernt werden. Dies geschieht über einen Zeitraum von 21 Tagen. Hierbei wird über zwei Wochen der gleiche Winkel beibehalten und die Flasche um jeweils 1/10 gedreht. Nach zwei Wochen erhöht sich die Steigung der Flaschen, bis sie immer mehr auf dem Kopf stehen. Dies alles erfolgt in der Regel durch eine maschinelle Steuerung. Mit der Methode des Eisbades gefriert die Hefe und kann nach dem Öffnen der Flasche als Pfropfen entweichen. Sollte Flüssigkeit entwichen sein, gilt es diese wieder aufzufüllen. Mit der sogenannten Dosage wird der Geschmack charakteristisch verfeinert. Anschließend erhält die Flasche ihren Champagnerkorken.

Cremant

Hierbei handelt es sich um einen europäischen Begriff. Es handelt sich hierbei um einen Schaumwein, der jedoch kein Schampus und kein Sekt ist. Als Cremant wird ein moussierendes Getränk bezeichnet. Die Herkunftsbezeichnung wird streng kontrolliert. Er wird außerhalb der Champagne mit Hilfe der Flaschengärung hergestellt. Als Cremant-Sekt dürfen Schaumweine bezeichnet werden, die aus den Regionen Elsass, Bordeaux, Burgund, Languedoc, Die, Jura, Loire und Savoyen stammen.

Weitere Regeln geben die Herstellung eines Cremants vor. So muss eine Ganztraubenpressung erfolgen, die maximale Ausbeute in Höhe von 100 l Most aus einem Material von 150 kg Trauben gewonnen werden sowie ein maximaler Schwefelgehalt von 1502 mg/l an Schwefeldioxid enthalten sein. Er muss zusätzlich mindestens für neun Monate auf der Hefe verweilen und einer Geschmacksprüfung unterzogen werden. Insgesamt weist das Getränk nur eine geringe Kohlensäuremenge auf.

Sobald der Tropfen die zweite Flaschengärung durchlaufen hat, darf er sich entsprechend Cremant nennen. Besonders in der Herstellung und in Geschmack und Qualität des Endproduktes kommt er einem Schampus sehr nahe. Allerdings kommt er nicht aus der Champagne und darf sich deshalb auch nicht so nennen. Weitere kleinere Unterschiede gehen sehr ins Detail. Ein prägnanter Unterschied ist jedoch die Verwendung der Rebsorten. Er wird in der Regel aus den Sorten Chenin Blanc, Pinot Gris, Pinot Blanc, Riesling oder anderen weißen Sorten hergestellt.

Die Hauptanbaugebiete sind Elsass, Loire und Burgund. Hier herrschen ein anderes Klima und andere Bodenqualitäten, was sich natürlich auch auf den Geschmack niederschlägt.

Ein paar sehr bekannte und gute Crémants, sind z.B. die von Bouvet Ladubay oder den sher bekannten 1531 Crémant von Aimery, den man auch als Preis-/Leistungshit bezeichnen kann.

Gemeinsamkeiten

Sowohl bei einem Schampus als auch bei einem Cremant handelt es sich um Schaumweine. Beide Schaumweine haben ihren Ursprung in Frankreich. Charakteristisch für beide Getränke ist die feine Perlung. Ebenso gilt für beide Schaumweine, dass hier zwingend eine zweite Flaschengärung vorgeschrieben wird. Geschmacklich kommt ein Cremant-Sekt einem preiswerteren Schampus schon sehr nahe. Hier müssen die Kenntnisse schon sehr fundiert sein, um hier konkrete Unterschiede herausschmecken zu können.

Unterschied Schaumwein und Perlwein

Schaumwein oder Spumante

Ein Schaumwein ist ein weinhaltiges, alkoholisches Getränk, was in Flaschen abgefüllt wird und mit Kohlensäure versetzt ist. Hier entsteht ein Überdruck von mindestens 3 bar bei einer Temperatur von 20 Grad. Es gibt drei Herstellungsverfahren, je nach Herkunft des Kohlenstoffdioxids.

Bei einem „Schaumwein mit zugesetzter Kohlensäure“ wird das Kohlenstoffdioxid mittels eines Imprägnierverfahrens unter Druck zugeführt. Bei einem „Aromatischen Schaumwein“ entsteht die Kohlenstoffdioxidbildung bei der ersten Gärung. Im dritten Verfahren kommt das Prickeln durch die zweite Gärung. Hierbei handelt es sich um einen „Qualitätsschaumwein“.

Ein Schaumwein oder Spumante muss auf seinem Etikett die Herkunft erkennen lassen. Der Alkoholgehalt muss weiter bei mindestens 9,5 Volumenprozent liegen und der Gesamt-Schwefeldioxidgehalt muss weniger als 235 mg/l betragen. Zu den Qualitätsschaumweinen gehören unter anderem ein Schampus und ein Cremant sowie der italienische Spumante. Als Spumante kennt man vor allem den Prosecco sowie den Asti-Spumante. In Spanien ist es der Cava und in der Ukraine der Krimsekt.

Perlwein oder Frizzante

Als Perlwein wird ein “halbschäumender“ Wein bezeichnet. Hierbei ist vorgeschrieben, dass der Perlwein einen Alkoholgehalt von mindestens 7 % Vol. Alkohol enthalten muss. Zudem muss die Barzahl bei 20 Grad zwischen 1 und 2,5 bar Kohlensäureüberdruck liegen.

Der Kohlensäuregehalt wird dem Perlwein meist durch ein Imprägnierverfahren zugeführt. Alternativ kann das Prickeln aber auch aus der ersten oder zweiten Gärung resultieren. Das Weinrecht unterscheidet in Deutschland vier verschiedene Perlweine. Hier gibt es zum einen den Perlwein mit zugefügter Kohlenstoffdioxid, den Perlwein, den Perlwein samt geografischer Angabe sowie den Qualitätsperlwein aus bestimmten Anbaugebieten.

Die Klassifizierung erfolgt anhand der Kriterien des Ausgangsproduktes, sprich der Grundlage und der Kohlensäurezufuhr. Basis für einen Perlwein kann sowohl ein Tafelwein als auch ein Qualitätswein oder ein Qualitätswein b.A. sein. Das Kohlenstoffdioxid kann sowohl endogen als auch exogen zugeführt werden. Der Perlwein darf nicht in einer Schaumweinflasche abgefüllt werden, ist aber trotzdem von einem Sekt zu unterscheiden. Er unterliegt aber auch nicht der Sektsteuer.

Ein bekannter Vertreter der Perlweine ist der Prosecco frizzante. In Deutschland wird der Perlwein in der Regel durch die Bezeichnung „Secco“ gekennzeichnet. Geschmacklich ist der Perlwein durch eine leichte Süße gekennzeichnet.

Fazit

Wenn man sich genauer mit diesem Thema beschäftigt, dann werden einem die feinen Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten deutlich. Hier lässt sich auch erkennen, woher die Preisbildung rührt.

Der Champagner bleibt dabei ein exklusives Getränk. Allerdings muss sich der Cremant-Schaumwein nicht weit hinten anstellen. Auch dieser Schaumwein erfüllt höchste Qualitätsmerkmale und ist genauso prickelnd auf der Zunge wie der Champagner. Die feinen regionalen Unterschiede lassen sich meist nur durch einen Kenner herausschmecken.

Daher ist der Cremant eine tolle und vor allem auch preiswerte Alternative eines exklusiven Schaumweins. Der Perlwein oder Prosecco ist für all diejenigen interessant, die einen eher süßlichen Geschmack bevorzugen und es besonders prickelnd mögen. Daneben sind hier die Preise auch deutlich niedriger.

Weinhaus Franz Hahn Cabernet Blanc 2018 – Der neue Stern am Weinhimmel

Cabernet Blanc, die neue Königin unter den weißen Rebsorten

Weinhaus Franz Hahn Cabernet Blanc 2018Weiße Rebsorten gibt es viele, die gängigsten sind Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, Riesling und Sauvignon Blanc. Diese werden weltweit angebaut und sind den Weinliebhabern wohl bekannt. In der Welt der Weine gibt es immer neue Rebsorten zu entdecken. Eine der jüngsten Kreationen ist der Cabernet Blanc. Cabernet Blanc ist eine im Jahr 1991 neu gezüchtete weiße Rebsorte.

Ursprung

Die Sorte zählt zu den pilzwiderstandsfähigen Sorten. Der Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner hat sie aus Cabernet Sauvignon und Resistenzpartnern gezüchtet. Die Selektion erfolgte in Neustadt an der Weinstraße bei der deutschen Rebschule Freytag. Somit ist diese neue Rebsorte ein Pfälzer Kind. Die Rebsorte wurde im Jahre 2004 von Volker Freytag zum Sortenschutz und später im Jahre 2010 zur Klassifizierung angemeldet. Die Verwandtschaft mit der roten Rebsorte Cabernet Sauvignon kann diese Rebsorte nicht verleugnen, sie trägt zwar weiße Trauben, hat dabei jedoch das typische Cabernet Sauvignon Blatt, das fünfeckig mit 5 Lappen ist.

Cabernet Sauvignon wird von vielen ja als die Königin der roten Rebsorten angesehen. Cabernet Blanc ist das weiße Spiegelbild dieser Rebsorte und hat das Potenzial einen neuen Trend zu setzen.

Verfügbarkeit

Das Weinhaus Hahn hat mit dem Jahrgang 2018 einen reinsortigen Cabernet Blanc ins Programm genommen. Die Reben für diesen Wein gehören zu den ältesten Cabernet Blanc Reben in der Pfalz. Sie sind gut 12 Jahre alt und somit noch vor dem Sortenschutz für die Traube gepflanzt worden.

Auch der Weinmacher, Martin Hochdörffer, hält den Weißwein für was ganz besonderes und so hat er ihn als einzigen Wein in seiner Kollektion mit einem goldenen Etikett ausgestattet. Zu kaufen gibt es diesen Wein, der durch die geringe Anzahl an Rebflächen auf wenige tausend Flaschen limitiert ist, exklusiv beim Online Weinversender genuss7.de (Zum Produkt: http://tiny.cc/wh_cb18)  in Schönaich. Die Flasche schlägt mit 11,95 Euro zu buche, wobei es in den ersten 4 Wochen einen Einführungsrabatt auf den Wein gibt.

Weinhaus Franz Hahn Cabernet Blanc

Der Tropfen selber ist extraktreich, stoffig und erinnert an Sauvignon Blanc. Der Säuregehalt ist beim Cabernet Blanc allerdings ein wenig moderater. Dadurch entwickelt der Wein ein tolles Spiel zwischen der leichten Fruchtsüße und der moderaten Säure. Mit 3,1 Gramm Restzucker ist der Wein trocken und mit 6,4 Gramm Säure hat er ca. 1-2 Gramm mehr Säure als ein Burgunder.

Fazit

Cabernet Blanc ist eine Rebsorte die sich jeder Weinliebhaber merken muss. Der Franz Hahn Wein mit dieser Rebsorte hat einen eignen Charakter und ist trotz allem Mainstream und daher nicht nur für die Weinfreaks interessant. Die Rebsorte und dieser Wein hat das Potenzial in der Gastronomie für Furore zu sorgen.

Der Wein ist ab sofort online und lokal erhältlich.

Pfalz | Erlesene Weine entlang der Weinstraße

Wein aus der PfalzDas Weinbaugebiet befindet sich im Bundesland Rheinland-Pfalz und verfügt über eine Gesamtrebfläche von ca. 23.600 ha und ist somit nach Rheinhessen das zweitgrößte Weinanbaugebiet der Bundesrepublik Deutschland. Die Rebflächen der Region werden von mehr als 3.600 Weinbaubetrieben bewirtschaftet, welche in Summe jährlich etwas mehr als 2,5 Mio. hl Wein herstellen. Dieser wird, wie könnte es auch anderes sein, als „Pfalzwein“ oder „Pfälzer Wein“ bezeichnet. Obwohl die Region flächenmäßig nicht annähernd so groß ist wie Rheinhessen, werden trotzdem jährlich fast die gleich hohen Produktionsmengen geliefert. Dies ist ein Resultat der Hektarerträge, welche in der Pfalz deutlich höher sind als vergleichsweise in Rheinhessen.

Die Weinbauregion im Allgemeinen:

Die Pfalz befindet sich geografisch gesehen im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland, genauer gesagt im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Weinreben bedecken um die 5 % der Gesamtfläche der Region. Die beliebtesten Bereiche für Weinbau liegen in der Vorder- und Südpfalz, sowie am Westrand der Pfälzer Ebene und im Bereich zwischen dem Rhein und dem Pfälzerwald. Insgesamt wird in ungefähr 120 Pfälzer Ortschaften Weinbau betrieben. Obwohl die Rebflächen fast zur Gänze nie direkt am Rhein liegen, sondern im Durchschnitt um die 50 km vom Fluss entfernt sind, dürfen die hergestellten Weine als „Rheinweine“ deklariert werden.

Das deutsche Weingesetz gliedert die Pfalz eigentlich nur in zwei Teilbereiche. Eigentlich sollte man sie aufgrund der vorherrschenden geografischen Gegebenheiten aber in folgende drei Teilbereiche unterteilen:

Deutsche Weinstraße:

Als deutsche Weinstraße wird der nördlichste Pfälzer Weinbaubereich bezeichnet. Dieser erstreckt sich von der Grenze zu Rheinhessen bei Worms bis nach Grünstadt. Die in diesem Bereich produzierten Weine erinnern im Geschmack stark an die aus dem benachbarten Rheinhessen. Ein Grund für die Ähnlichkeit der Weine sind mitunter die topografische und klimatische Äquivalenz der beiden Bereiche.

Mittelhaardt:

Der Weinbaubereich Mittelhaardt umfasst die Rebflächen südlich der Deutschen Weinstraße bis nach Neustadt. Dabei zählen die Rebflächen zwischen den Städten Herxheim und Neustadt zu den besten Lagen der Pfalz. Der Wein aus den genannten Gemeinden genießt nicht nur national sondern auch international großes Ansehen. Vor allem die exquisiten Rieslinge sind weltberühmt.

Südliche Weinstraße:

Die südliche Weinstraße erstreckt sich von der Bereichsgrenze zum Mittelhaardt bis an die Grenze zum Elsass nahe dem Städtchen Wissembourg. Der Ruf der in diesem Bereich hergestellten Weine, ist nicht annähernd so gut wie jener der Weine aus den anderen zwei Pfälzer Weinbaubereichen. Der Grund dafür liegt darin, dass man hier kaum Obergrenzen bei den Hektarerträgen kennt und das Augenmerk der Winzer mehr auf Massenproduktion als auf Klasse liegt.

Allein in den Jahren 1979 bis 1982 wurden hier mehr als 1.000 ha Land für die Anpflanzung von neuen und ertragsstärkeren Rebsorten geschaffen. Der Großteil der Weine wird meist nur als Fassware verkauft und diente in der Vergangenheit auch gerne als Verschnittwein für saure Moselaner Weine.

Dennoch etablierten sich seit den 1980er Jahren auch einige junge und dynamische Winzer, die nicht dem Mainstream folgten, sondern sich vor allem auf Qualität und Güte konzentrieren.

Topografie und Klima üben starken Einfluss auf den Pfälzer Wein:

Die Topografie der Pfalz wirkt sich äußert positiv auf den Anbau von Reben aus. Die Rebflächen sind vor allem durch die einschließenden Gebirge ideal vor Kaltlufteinbrüchen geschützt. Zudem können jährlich mehr als 1800 Sonnenstunden gezählt werden, welche der Region auch zu milderen Temperaturen verhelfen. Somit kann man dem Klima schon teilweise leicht mediterrane Züge zuschreiben, welche sogar den Anbau von Zitronen- oder Orangenbäumen zulassen.

Die Beschaffenheit der Böden ist sehr unterschiedlich und inkludiert neben Sandstein, Lehm, Mergel und Muschelkalk, auch Granit, Schiefer und in geringem Ausmaß auch Ton. Bodenanalysen haben gezeigt, dass die Böden der Südlichen Weinstraße zu den nährstoffreichsten der Region zählen und auch die mineralischsten Weine hervorbringen. Zusammenfassen kann man sagen, dass es in der Pfalz fast keine Bodenart gibt, die es nicht gibt. Aber genau diese Vielfalt macht den Reiz der Region und ihrer Weine aus.

Von der Antike bis heute – die Geschichte des Pfälzer Weinbaus:

Der Pfälzer Weinbau blickt auf eine lange Geschichte zurück. Aufgrund von Funden von antiken Traubenkernen datieren Forscher die Ursprünge bereits in das vorrömische Zeitalter. Dennoch waren es die Römer, denen die Pfalz ihren heutigen Ruf verdankt. Sie waren es nämlich die den Weinbau etablierten, förderten und perfektionierten. Nach dem Ende der römischen Herrschaft waren es vor allem französische Mönche, die den Weinbau vorantrieben. Mit dem Ende der napoleonischen Ära, im Jahre 1815 wurde die Region durch das Königreich Bayern zunächst als „Rheinkreis“ verwaltet und in weiterer Folge als „Rheinpfalz“ bezeichnet. Erst ein Dekret aus dem Jahr 1993 erteilte der Region den heutigen Namen, welcher sich von den Pfalzgrafen des Heiligen Römischen Reiches ableitet, welche ab der Mitte des 13. Jahrhunderts in Heidelberg lebten.

Durch die Schaffung der Deutschen Weinstraße in den 1930er Jahren bekamen die Weine aus der Pfalz nicht nur national sondern auch international immer mehr Aufmerksamkeit.

Die Rebsortenvielfalt der Pfalz:

Wie in den meisten deutschen Weinbaugebieten dominieren auch hier die Weißweinrebsorten. Rund 60 % der Rebflächen sind mit weißen Rebsorten bestockt. Somit ist der Unterschied hier nicht so prägnant wie in anderen deutschen Regionen. Zudem spielt der Rotwein seit einigen Jahren eine immer größere Rolle. Aus diesem Grund konnten sich die für die Herstellung von Rotwein zugelassenen Rebflächen im Laufe der letzten Jahre in der Größe fast verdoppeln.

Mit einem Anteil von knapp mehr als einem Fünftel an der Gesamtrebfläche ist der Riesling die dominante Rebsorte. Zudem sind aber auch noch andere weiße Rebsorten wie Müller-Thurgau und Silvaner sehr beliebt. In überschaubaren Mengen werden auch noch Kerner, Weißburgunder, Grauburgunder, Gewürztraminer, Muskateller und Chardonnay kultiviert.

Zur Herstellung von Rotwein werden vor allem die Rebsorten Blaue Portugieser und Dornfelder angebaut. Wobei diese Rebsorten meist nur zur Produktion von Massenweinen herangezogen werden.

Durch die anhaltende Qualitätsoffensive der letzten Jahre konnten sich aber auch vermehrt andere rote Rebsorten wie Spätburgunder, Cabernet Sauvignon, Merlot und St. Laurent einen Namen machen.

Eigenschaften der Pfälzer Weine:

Grundsätzlich unterscheiden sich die Weine aus der Pfalz je nach Lage deutlich voneinander. Weine aus Hanglagen überzeugen nicht nur durch ihren Körper und ihr rassiges Auftreten, sondern auch durch ihren mineralischen Geschmack. Reben die auf Ebenen gedeihen erbringen im Gegensatz dazu eher einen eher leichten und fruchtigen Wein, welcher stets durch seine Harmonie in der Nase und am Gaumen überzeugt.

Bekannte Winzer

Zu den erfolgreichsten Winzern der Region zählen vor allem Thomas Hensel aus Bad Dürkheim sowie Markus Schneider aus Ellerstadt und der Newcomer der Pfälzer Winzerszene Weinhaus Franz Hahn.  Aber die Vielfalt der Pfalz ist weitläufig und so kann man hier scheinbar unendlich viele neue Winzer entdecken.